Wer ein Hörbuch im Abo hört, drückt in einer App auf Play. Wer eines kauft, bekommt eine Datei – und steht kurz vor der Frage, was jetzt damit passiert. Diese Seite beantwortet sie, für jedes Gerät, auf dem Hörbücher landen: Handy, Tablet, Autoradio, MP3-Player, Toniebox, CD-Player.
Es ist einfacher, als es klingt. Und es hat einen Vorteil, den man erst später merkt.
Warum das überhaupt eine Frage ist
Die großen Abo-Anbieter liefern Hörbücher in eigenen, geschützten Formaten aus. Die Datei lässt sich nur in der App des Anbieters öffnen, nicht kopieren und nicht auf ein beliebiges Gerät übertragen. Deshalb gibt es einen ganzen Markt an Werkzeugen, die genau das umgehen sollen – ein Problem, das entsteht, weil das Produkt es erzeugt.
Unsere Downloads sind schlichte MP3-Dateien ohne Kopierschutz. MP3 ist das am weitesten verbreitete Audioformat überhaupt: Es läuft auf jedem Handy, jedem Tablet, jedem Autoradio mit USB-Anschluss, jedem MP3-Player, jedem Computer. Du brauchst dafür keine App von uns, keinen Account und keine Internetverbindung.
Der Ablauf ist immer derselbe: Du lädst nach dem Kauf eine Datei oder ein ZIP-Archiv auf Deinen Computer, entpackst es gegebenenfalls und kopierst die MP3-Dateien dorthin, wo Du sie hören willst. Was danach kommt, hängt vom Gerät ab.
Auf dem Smartphone oder Tablet
Android
Verbinde das Gerät per USB-Kabel mit dem Computer und wähle am Handy die Option zur Dateiübertragung – je nach Hersteller heißt sie „Dateiübertragung“, „MTP“ oder „Diesem Gerät Zugriff erlauben“. Das Handy erscheint dann im Explorer beziehungsweise im Finder wie ein USB-Stick. Kopiere den Hörbuch-Ordner in den Ordner Music oder Audiobooks.
Zum Hören eignet sich eine Player-App, die sich die Wiedergabeposition merkt – das ist der entscheidende Unterschied zwischen einer Musik-App und einer Hörbuch-App. Bei einem achtstündigen Hörbuch willst Du am nächsten Tag nicht wieder bei null anfangen.
iPhone und iPad
Bei Apple gibt es zwei Wege. Der eine führt über die App Dateien: Lade das Hörbuch in Deinen iCloud-Ordner und öffne es von dort mit einer Player-App. Der andere führt über das Kabel – am Mac über den Finder, unter Windows über die Apple-Geräte-App.
Wichtig zu wissen: iTunes gibt es auf dem Mac seit Jahren nicht mehr, die Synchronisierung läuft direkt im Finder. Anleitungen, die noch von iTunes sprechen, sind veraltet – der Ablauf selbst ist aber gleich geblieben.
Im Auto
Für längere Fahrten ist das Auto der wichtigste Hörort, und hier zahlt sich die eigene Datei am deutlichsten aus: Sie läuft auch dann weiter, wenn seit zwanzig Kilometern kein Netz mehr da ist.
Über einen USB-Stick. Der zuverlässigste Weg. Kopiere die MP3-Dateien auf einen Stick, jedes Hörbuch in einen eigenen Ordner, und steck ihn ins Autoradio. Zwei Dinge helfen: Nummeriere die Dateien durch, damit die Reihenfolge stimmt, und benutze für die Kinder einen eigenen Stick. Dann muss niemand während der Fahrt am Display suchen.
Über Bluetooth vom Handy. Funktioniert in jedem Auto mit Freisprecheinrichtung. Bequemer, aber das Handy muss dabei sein und geladen bleiben – bei einer langen Fahrt mit Navigation parallel ist der Stick der ruhigere Weg.
Ein Hinweis zur CD: Viele Neuwagen haben seit einigen Jahren kein CD-Laufwerk mehr. Wenn Ihr im Auto hört und ein neueres Fahrzeug fahrt, lohnt sich vor dem Kauf ein Blick, ob überhaupt ein Laufwerk vorhanden ist.
Im Auto haben wir darauf geachtet, dass die Kinder bequeme Over-Ear-Kopfhörer tragen, damit Fahrgeräusche nicht so stark stören. Bei der Laufzeit sollte man es generell nicht übertreiben – auch Hörspiele können anstrengend werden, gerade auf längeren Fahrten.
Auf einem MP3-Player
Die häufigste Support-Frage ist, dass Kund:innen mit den einzelnen MP3-Dateien nicht zurechtkommen. Die Lösung: Für einen Ordner voller MP3-Dateien braucht es zwingend einen MP3-Player (als Software kostenlos oder Hardware-Gerät), der alle Dateien automatisch in der richtigen Reihenfolge abspielt.
Ein eigener Player ist die einfachste Lösung für alle, die kein Smartphone dabeihaben wollen – beim Sport, beim Spazieren, im Bett. Du kopierst die Dateien per USB-Kabel oder auf eine Speicherkarte, fertig.
Beim Kauf eines Geräts lohnt der Blick auf drei Dinge, die über den Alltag entscheiden:
- Speicherkarten-Steckplatz. Damit ist der Speicher nie das Problem, und Du kannst mehrere Karten für verschiedene Zwecke haben.
- Ordnernavigation. Ein Gerät, das nur eine lange Titelliste kennt, wird bei zwanzig Hörbüchern unbenutzbar.
- Gespeicherte Wiedergabeposition. Der wichtigste Punkt. Ein Player, der nach dem Ausschalten wieder von vorn beginnt, ist für Hörbücher schlicht ungeeignet.
Auf der Toniebox
Ein Kreativ-Tonie lässt sich mit eigenen Dateien bespielen. Du meldest Dich in der Toniecloud an, lädst die MP3-Dateien hoch und ordnest sie einem Kreativ-Tonie zu. Danach läuft das Hörbuch wie jeder gekaufte Tonie – ohne dass Dein Kind ein Gerät bedienen muss, das ihm nicht gehört.
Die Spielzeit je Kreativ-Tonie ist begrenzt. Tonie-Figuren bieten in der Regel eine Spielzeit von 30 bis 90 Minuten (Kreativ-Tonies maximal 90 Minuten) und enthalten selbst keine Audiodaten – der NFC-Chip in der Figur trägt lediglich eine ID. Legst Du die Figur auf die Toniebox, erkennt diese die ID und lädt die zugehörigen Audiodaten (rund 30 bis 60 MB) über WLAN aus der Toniecloud herunter. Längere Hörbücher verteilst Du deshalb auf mehrere Figuren oder spielst sie in Etappen auf. Bei Reihen mit kurzen Folgen ist das kein Thema. Längere Hörbücher verteilst Du deshalb auf mehrere Figuren oder spielst sie in Etappen auf. Ein bisschen umständlich, aber bei Reihen mit kurzen Folgen ist das kein Thema.
Auf einem CD-Player
Wenn im Kinderzimmer ein CD-Player steht, kannst Du ein gekauftes MP3-Hörbuch selbst auf eine Scheibe brennen. Dabei gibt es zwei Varianten, und die Unterscheidung ist wichtig:
Als MP3-CD werden die Dateien einfach als Daten kopiert. Darauf passen viele Stunden, oft ein ganzes Hörbuch. Der Player muss allerdings MP3 abspielen können – die meisten Geräte der letzten zwanzig Jahre können das, ältere nicht.
Als Audio-CD läuft die Scheibe in jedem Gerät, fasst aber nur rund 80 Minuten. Ein längeres Hörbuch verteilt sich damit auf mehrere Scheiben.
Wenn Du ohnehin eine Scheibe willst, ist der Blick ins Sortiment meist der kürzere Weg: Viele Titel führen wir fertig produziert auf CD, mit Booklet und ohne Bastelei.
Über Lautsprecher im Haus
Vernetzte Lautsprecher wie Sonos können eine lokale Musikbibliothek einbinden – einen Ordner auf dem Computer oder einer Netzwerkfestplatte. Liegen die Hörbücher dort, tauchen sie in der App auf und lassen sich in jedem Raum abspielen.
Bei Amazons Echo-Lautsprechern ist der Weg unbequemer, seit sich eigene Dateien nicht mehr in die Musikbibliothek hochladen lassen. Praktikabel bleibt die Verbindung per Bluetooth vom Handy oder Tablet aus.
Wenn das Kind noch kein eigenes Gerät hat
Bei Kindern stellt sich die Gerätefrage anders. Ein Sechsjähriger soll nicht auf dem Handy der Eltern hören, sondern selbst entscheiden können, wann eine Geschichte läuft – und dafür braucht er etwas, das ihm gehört und das er bedienen kann.
Drei Wege funktionieren gut, ohne dass ein Kinderkonto oder ein Smartphone nötig wird:
Der eigene CD-Player. Die einfachste Lösung für die Jüngsten. Das Kind sucht die Scheibe aus, legt sie ein, drückt auf Play. Kein Konto, kein Akku-Problem, kein Bildschirm. Deshalb ist bei Vier- bis Sechsjährigen die fertige Scheibe oft der bessere Kauf als der Download.
Die Toniebox mit Kreativ-Tonie. Wenn ohnehin eine im Haus steht, ist das der eleganteste Weg für gekaufte Downloads. Die Bedienung kennt das Kind bereits.
Ein eigener MP3-Player. Ab etwa acht Jahren die praktischste Lösung, weil die Sammlung mitwächst und mit in den Urlaub geht. Achte auf die drei Punkte weiter oben – vor allem darauf, dass sich das Gerät die Wiedergabeposition merkt.
Ein ausgemustertes Smartphone ohne SIM-Karte tut es übrigens auch: WLAN aus, Dateien drauf, Player-App drauf. Es kostet nichts und ist für ältere Kinder oft die beste Lösung.
Welche Geschichten zu welchem Alter passen, steht bei unseren Kinderhörbüchern – dort haben wir die Empfehlungen nach Alter sortiert und schreiben bei jedem Titel dazu, für welches Kind er das Richtige ist.
Beim ersten Download-Kauf ist die Unsicherheit meist groß, weil der Ablauf noch nicht vertraut ist. Nach dem ersten Kauf und der erfolgreichen Übertragung auf einen geeigneten Player ist es aber in der Regel kein Problem mehr: Erstens kaufst Du das Hörbuch und lädst es auf Deinen Computer herunter, zweitens überspielst Du den Ordner mit den MP3-Dateien auf einen geeigneten Player. Ab da steht es unbegrenzt zur Verfügung.
Häufige Fragen
Brauche ich eine App, um bei Euch gekaufte Hörbücher zu hören?
Nein. Du bekommst MP3-Dateien und kannst sie mit jedem Programm abspielen, das Musik abspielt. Für lange Hörbücher lohnt sich eine Player-App, die sich die Wiedergabeposition merkt – aber sie ist keine Voraussetzung, sondern Komfort.
Funktionieren die Hörbücher ohne Internet?
Ja. Nach dem Herunterladen liegt die Datei auf Deinem Gerät und braucht keine Verbindung mehr. Das ist der Unterschied zum Streaming und der Grund, warum die Datei im Auto, im Flugzeug und im Ferienhaus weiterläuft.
Auf wie viele Geräte darf ich ein Hörbuch kopieren?
Für den privaten Gebrauch kannst Du Deine Datei auf Deine eigenen Geräte kopieren – Handy, Player, Stick fürs Auto. Es gibt keine Gerätesperre und keinen Aktivierungscode.
Was passiert mit meinen Hörbüchern, wenn ich nicht mehr bei Euch kaufe?
Nichts. Es gibt kein Abo, das enden könnte, und keine Bibliothek, aus der Titel verschwinden. Die Datei gehört Dir.
Kann ich ein Hörbuch auf die Toniebox laden?
Ja, über die Toniecloud und einen Kreativ-Tonie. Die Spielzeit je Figur ist begrenzt, längere Hörbücher verteilst Du auf mehrere.
Ich habe eine ZIP-Datei heruntergeladen – was mache ich damit?
Doppelklick genügt, unter Windows wie unter macOS. Danach liegt ein Ordner mit den einzelnen MP3-Dateien vor Dir, und der wandert aufs Zielgerät. Ein ZIP-Archiv ist nur eine Verpackung, damit viele Dateien in einem Rutsch übertragen werden.
Und jetzt aussuchen
Wenn die Technik geklärt ist, kommt der schönere Teil. Für Kinder haben wir die Empfehlungen nach Alter sortiert – von den Hörbüchern für Kinder ab 4 bis zu denen ab 10, dazu eine eigene Auswahl an Kinderhörspielen. Einen Überblick über alle Altersstufen gibt es bei den Kinderhörbüchern.

